Broschüre: Jahresauswertung 2011
D E Z E M B E R
Di, 27.12.
Ein 20-jähriger und ein 29-jähriger Mann werden an der Kreuzung Rigaer Ecke Samariterstraße gegen 3:15 Uhr von fünf Männern und zwei Frauen, die nach ihrem Aussehen der extrem rechten Szene zuzuordnen sind, angegriffen. Der 20-Jährige wird verletzt. Die Täter entkommen unerkannt.
Polizei Berlin
So, 18.12.
Ein lesbisches Paar wird in seinem Wohnhaus in der Scharnweberstraße massiv homophob bedroht. Auf ihrer Fußmatte wird eine Nachricht hinterlassen, in der Homosexuellen mit dem Verbrennungstod in dem KZ Oranienburg gedroht wird.
ReachOut Berlin
Fr, 02.12.
Ein 36-jähriger Mann wird auf dem U-Bahnhof Warschauer Straße gegen 18 Uhr von zwei unbekannten Männern aus rassistischen Motiven nieder geschlagen, am Boden liegend getreten und verletzt.
ReachOut Berlin
N O V E M B E R
So, 27.11.
Zwei Frauen, die sich um 3.00 Uhr gegenüber dem Club „Lovelite“ in der Simplonstraße küssen, werden von einem unbekannten Mann sexistisch beleidigt. Eine der Frauen wird geschlagen. Von den Zeug_innen, die eingreifen, wird eine Person getreten.
ReachOut Berlin
Sa, 26.11.11
Die Rolläden zu "Peters Bierbar" in der Rigaer Str. 57 Berlin waren um 1:10 Uhr bereits herunter gelassen, als ein "rechts aussehender“ Mensch auf die Kneipe zugeht. Er öffnete die Tür und rief im Hineingehen zweimal laut (und draußen deutlich zu verstehen) "NSU", worauf Besucher der Kneipe mit beifälligem Gejohle antworteten.
Erklärender Link zur NSU (www.Stern.de vom 14.11.11)
Register Friedrichshain
So, 6.11.
Gegen 1.45 Uhr wird ein 26-jähriger Mann in der Corinthstraße von einem gleichaltrigen Mann homophob beleidigt, gegen den Kopf geschlagen, getreten und verletzt.
ReachOut Berlin
O K T O B E R
So, 30.10.11
Auf dem Herrmannplatz überquerten eine Menge Leute die Straße bei Rot. Anwesende Polizisten griffen sich gezielt die beiden jungen Afrikaner aus der Menge, um den Ausweis zu verlangen und eine Strafe dafür zu verhängen. Der einzige Deutsche, der auch eine Strafe bekam, war derjenige, der protestierend eingriff.
Register Friedrichshain
In der Nacht zu Sonntag wird die Gedenktafel für Silvio Meier im U-Bhf. Samariterstr. erneut von Neronazis mit einem Hakenkreuz beschmiert.
Antifa Friedrichshain
S E P T E M B E R
Fr, 16.09.
Die rechtspopulistische Partei "Die Freiheit" verteilt am S-Bhf. Warschauer Straße gegen 17.30 Uhr mit 3 Leuten Flyer.
Antifa Friedrichshain
Do, 08.09.
Von einer gastronomischen Einrichtung in der Thaerstr. wurde wiederholt Vandalismus an umliegenden Autos gemeldet und Anwohner wurden mehrfach homophob beleidigt.
Register Friedrichshain
A U G U S T
Sa, 27.08.
6 Neonazis versuchen sich Zutritt zum Club about.blank am Ostkreuz zu verschaffen und werden abgewiesen. Sie reagieren mit geworfenen Flaschen.
Antifa Friedrichshain
Sa, 20.08.
Zwei Wachschützer eines Supermarktes in der Revaler Straße werden gegen 22.30 Uhr von einem 29-jährigen Mann rassistisch beleidigt und einem der Mitarbeiter wird mit der Hand ins Gesicht geschlagen.
Pressemitteilung der Polizei
Di, 16.08.
Gegen 2.00 Uhr beobachtet ein 19-Jähriger am Halleschen Tor mehrere Männer, die Aufkleber und Wahlplakate der NPD an einer Laterne anbringen. Als ein anderer Mann versucht, die Aufkleber zu entfernen, wird er von der Gruppe angegriffen. Der 19-Jährige greift ein und wird von den unbekannten Plakatierern mit Reizgas besprüht.
Pressemitteilung der Polizei
Fr, 12.08.
Ein 40-jähriger und ein 36-jähriger Mann, die sich gegen 21.20 Uhr auf dem Gehweg des Erkelenzdammes befinden, werden von zwei entgegenkommenden Männern mit dem sogenannten Hitler-Gruß begrüßt. Bei dem folgenden Streit wird der 40-Jährige mit einem Regenschirm so schwer im Auge verletzt, dass das Augenlicht nicht gerettet werden kann.
Pressemitteilung der Polizei
Fr, 05.08.-So, 07.08. Biermeile
In der Karl-Marx-Allee findet das jährliche Bierfestival statt. Die AG Biermeile (IGR, Veranstalter, Bezirksamt, Anwohner, Jusos) haben einen klaren Slogan vereinbart und eine neue Festivalordnung erstellt, die es z. B. verbietet, die bei Nazis beliebte Modemarke „Thor Steinar“ zu tragen oder auffällige T-Shirts umzudrehen oder auffällige Tattoos abzukleben.
Die IGR hatte wie jedes Jahr am Samstag wieder einen Infostand auf der Biermeile. Zusätzlich waren MitarbeiterInnen des VDK (wie bereits 2010) auf der Meile unterwegs.
Generell:
Insgesamt wurden weniger offen auftretende Neonazis wahrgenommen, was auch einem parallel stattfindenden rechten Event geschuldet ist.
Gesichtete Symbole mit eindeutig rechtem Bezug: Thor Steinar (Kontaktfreudig, Afrikacorps, Kamikaze, Sturm und Drang, Spur der Sterne) , Thorhammer, White Power, Good night left side, Erik&Sons, Odin statt Jesus, Olympiastadt 1936, Vizeweltmeister 1945, Todesstrafe für Kinderschänder, Valhalla MC Germania, Heer der Ehre, Reichsadlertatto, T-Shirt „Alpha Panzer vor“ hinten und vorn Eisernes Kreuz, „Faustrecht Germany“, Bad Boys Kategorie C, Reichskriegsflagge, Band Landser
Bekannte Neonazis auf der Biermeile: Friedrichshainer GerüstbauFirma "Systemfeind". Unter anderem mit Oliver Oelzte (mit Vandalen-Shirt) und Michael Gohlke (Vandalen). Ehepaar Berger von der NPD.
Die Festivalordnung hing am Freitag an zahlreichen Ständen. Zum Abend hin, wurden sie abgenommen. Am Samstag hin keine einzige mehr.
Dazu zwei Beispiele vom 05.08.11:
17 Uhr – Streit an einem Stand wegen der ausgehängten Festivalordnung. Ein Wirt will einen Mann verweisen, der sich rassistisch und kriegsverherrlichend äußerte. Der Mann geht an einen anderen Stand, wo keine Ordnung hängt.
17:15 Uhr - Zwei Rechtsextreme mit T-Shirt “Patria-Versand” sowie tätowierter Wolfsangel und Lebensrune sitzen an einem Stand. Die Security wird informiert, spricht die beiden an, diese trinken aus und versprechen, zu gehen. Nachdem sie dies nicht taten, wurde die Security erneut informiert. Erneute Ansprache führt zum Abkleben der Tattoos. Später wurde den beiden ein Verweis ausgesprochen.
Insgesamt wurden durch den VDK 13 Vorfälle von Rechtsextremen auf dem Festival dokumentiert.
Die IGR dokumentierte am 06.08. am Infostand in der Zeit 12:30 bis 18:20 54 Vorfälle. Dazu gehört das Tragen gewaltverherrlichender und rassistischer rechtsextremer Kleidung, das Zeigen des Hitlergrußes und Beleidigung und Bedrohung.
Register Friedrichshain
Fr, 05.08.
In der Nacht von Freitag auf Samstag wurden an der Weserstr 28 ein Schriftzug mit "Anti-Antifa" und darunter ein Hackenkreuz geschmiert.
Antifa Friedrichshain
Sa, 06.08.
Gegen 22 Uhr: Körperverletzung, Warschauerstr. 83 durch mehrere Täter, die von der Biermeile kamen (Polizei, Krankenwagen, Nahbereichsfahndung).
Register Friedrichshain
J U L I
Do, 21.07.
Pro Deutschland begleitet den Wahlausschuß im Rathaus Kreuzberg mit einer Kundgebung. Über 70 Gegendemonstranten zeigen Flagge gegen die Rassisten.
Register Friedrichshain
Auf einem Sitz der Bushaltelle Richtung Innenstadt am S-Bf. Rummelsburg sind drei Hakenkreuze geschmiert. Es wurde Anzeige gegen unbekannt erstattet.
Register Friedrichshain
Mo, 18.07.
Der Rechtspopulist Thilo Sarrazin ist überraschend mit einem ZDF-Team der Kulturredaktion „Aspekte“ in Kreuzberg unterwegs und wird an verschiedenen Stellen ausgebuht und der Eingang in gastronomische Einrichtungen wird verwehrt. Spontan finden sich überall Menschen, die klar machen, daß er hier nicht erwünscht ist.
Register Friedrichshain
So, 16.07.
Gegen 0.30 Uhr wird eine Punkerin in der Petersburger Straße/ Ecke Landsberger Allee (ein Ort, an dem es schon öfter zu Übergriffen gekommen ist) von fünf unbekannten Männern während eines Hundespaziergangs aufgrund ihres Aussehens beleidigt und mit einer Glasflasche, die von der Wucht des Schlags zerspringt, auf den Kopf geschlagen. Die Frau wird ohnmächtig und erleidet schwerste Verletzungen, die fast zum Tode führten. Die Angreifer flüchteten in Richtung Kochannstraße. Passanten auf der gegenüberliegenden Straßenseite schritten nicht ein.
Antifa Friedrichshain
Di, 12.07.
Drei Vertreter von „pro Deutschland“ rennen durch den Samariterkiez, um Unterschriften für die Wahlzulassung zu ergattern und angesprochene Menschen rassistisch zu agitieren.
Register Friedrichshain
Di, 05.07.
Um 11 Uhr ist wieder einer der vielen Infostände von "pro Deutschland" am Mehringdamm. (s. Info Juni)
Register Friedrichshain
Der bereits mehrmals durch das Tragen von extrem rechten und rechten T-Shirts aufgefallene Mitarbeiter einer Trägereinrichtung in der Markstraße, trägt, sich vor dem Laden aufhaltendend öffentlich sichtbar aufhaltend, ein T-Shirt mit der Aufschrift "ACAB". Vertrieben wird dies über die Marke "Troublemaker", die widerum über einschlägig bekannte neonazistische Versandkataloge und Läden vertrieben wird. Der Träger wurde wiederholt informiert.
Register Friedrichshain
J U N I
Do, 30.06.
Die rechtspopulistische Partei "pro Deutschland" hat sich mit einer nicht öffentlichen Veranstaltung in das Rathaus Friedrichshain-Kreuzberg eingeklagt. Diese sollte zwar polizeilich durchgesetzt werden, fand jedoch nicht statt.
Das Bezirksamt hat nach einem gemeinsamen Aufruf von über 200 Unterstützer_Innen und ca. 1000 Anwesenden vor Ort im und vor dem Bezirksamt mit einem bunten Fest gegen die braune Brut die Veranstaltung erfolgreich verhindert.
Die Polizei sprach gegen die 14 Rechten, beim Versuch sie ins Rathaus zu geleiten, letztlich Platzverweise aus, da es kein Durchkommen gab.
Wir haben gemeinsam Geschichte geschrieben, da es ihnen erstmalig trotz Verwaltungsgerichtsurteil nicht gelungen ist, eine rassistische Veranstaltung in einem Berliner Rathaus abzuhalten!
Register Friedrichshain
Die rechtspopulistische Partei "pro Deutschland" führt wiederholt Infostände an mehreren Standorten durch (Kreuzberg: Mehringdamm/Gneisenaustraße - Commerzbank, Friedrichshain: Landsberger Allee/ Petersburger - SEZ, Frankfurter Allee/Ringcenter - Sparkasse, Koppenstraße - Galeria Kaufhof am Ostbahnhof, Eckertstraße - Reicheltmarkt). Zweck der Infostände ist es, ihr rassistisches Gedankengut unter die Leute zu bringen und Unterschriften für die Wahlzulassung im September zu sammeln. Trotz Standgenehmigungen von 8-18 Uhr, sind sie immer nur kurz und eher unauffällig vor Ort, um Gegenaktionen zu verhindern und Menschen zielgerichteter agitieren zu können.
z. B. am
Sa, 25.06.
Infostand von „pro Deutschland“ gegen 12 Uhr auf dem Boxhagener Wochenmarkt.
und
Mi, 22.06.
Infostand von „pro Deutschland“ vormittags vor dem SEZ
und
Di, 21.06.
vormittags vor dem SEZ
und
Mo, 20.06.
erst vor dem SEZ (ca. 11 Uhr), dann am Ringcenter (ca. 14 Uhr)
Gedächtnisprotokoll Ringcenter nachmittags
anwesend sind: Lars Seidensticker (der alle "Passanten" mit dem Handy abfotografierte, ohne Reaktion seitens der Polizei), Peter Blank, die "Frontfrau" Ludmilla Pütsch (Listenplatz 3 AGH/Lichtenberg), Oliver Ackermann (Listenplatz 5 AGH/Neukölln), weitere 2 Akteure und Manfred Rouhs könnte am Stand gewesen sein. Die Polizei war mit ca. 20 Beamten vor Ort und hat alle, die nicht dazugehörig aussahen, "freundlich" eingekreist, nach dem Weg gefragt und mind. einmal Personalien aufgenommen. Der Polizeischutz verhindert jede kritische Öffentlichkeit.
Register Friedrichshain
Fr, 17.06.
Die rechtspopulistische Partei „pro Deutschland“ hält an diesem geschichtsträchtigen Datum (Arbeiteraufstand in der DDR 1953) um 19 Uhr am Frankfurter Tor eine Kundgebung unter dem Motto „Kreuzberg: Demokratiefreie Zone?“ ab. Genutzt wird der Termin nicht nur für Geschichtsumdeutungen, sondern auch für die Verbreitung bürgernahen Rassismuses. So wird der "unterdrückten Deutschen" in Südafrika gehuldigt und Hetze gegen Türken und Islamisten betrieben. Redner sind u. a.: Helmut Richter, Dieter Steffen, Lars Seidensticker, Manfred Rouhs.
Die Veranstaltung wird von massiven Gegenprotesten begleitet, u. a. einer Kundgebung der Initiative gegen Rechts für das Wahlrecht für Migrant_Innen mit ca. 300 TeilnehmerInnen.
Register Friedrichshain
Mo, 13.06.
Ein 28-jähriger Mann wird gegen 17.50 Uhr am Tempelhofer Ufer von zwei 21-jährigen Frauen homophob beleidigt, worauf er sich wehrt. Es kommt zu einer Auseinandersetzung. Vier unbekannte Personen greifen den Mann an und treten auf ihn ein. Der 28-jährige wird verletzt. Der Mann und die Frauen erstatten Anzeigen.
Reach Out Berlin
Sa, 11.06.
Infostand von "Die Freiheit" am S-Bhf. Storkowerstr. gegen 16 Uhr.
Antifa Friedrichshain
M A I
Di, 24.05.
Ein 54-jähriger Mann, der mit seinem Hund gegen 22.15 Uhr auf der Urbanstraße spazieren geht, wird aufgrund seiner Homosexualität vor einem Lokal von einem unbekannten Mann beleidigt und geschlagen.
Reach Out Berlin
Mi, 18.05.
Bei einem Besuch in einer jobcentergeförderten Maßnahme in der Marktstraße wurde die Besucherin beim Verlassen der Räumlichkeiten von einem Mitarbeiter angepöbelt. Dieser trug ein T-shirt mit dem Schriftzug Kategorie C. (Die Polizei unterteilt Fußballfans in Kategorien. Fans, die nur an gewalttätigen Auseinandersetzungen interessiert sind, werden in die Kategorie C eingestuft. Ebenso gibt es eine rechtsextreme Band, die die Fans bedient und den Namen „Kategorie C“ trägt.) Der Träger wurde informiert und hat mitgeteilt, daß das Tragen solcher T-Shirts nicht gebilligt wird (s. auch letzte Aprilwoche).
Register Friedrichshain
In der Nacht haben Unbekannte mit Pflastersteinen die Schaufenster im Bürgerbüro von Halina Wawzyniak, MdB / Die Linke, eingeschmissen. Vermutet wird ein Zusammenhang mit ihren Anti-Nazi-Aktivitäten am vorangegangenen Samstag, da es am Montag einen Artikel in der NPD nahen Zeitschrift „Jungen Freiheit“ über Halinas Aktivitäten bei der Gegendemonstration gab.
Register Friedrichshain
In einem Hausprojekt in der Reichenberger Str. 63a werden gegen 2:10 Uhr von Rechtsextremen Mülltonnen angezündet.
Register Friedrichshain
Di, 17.05.
Auf dem Flohmarkt auf dem RAW-Gelände kommt es zum Streit zwischen einer Passantin und einer Standbetreiberin, weil diese Abzeichen, Bücher und Orden der SS und Wehrmacht anbietet. Der dazu gerufene Marktleiter wiegelt ab und will keinen Streß.
Antifa Friedrichshain
Mo, 16.05.
Ein 55-jähriger Mann wird um 23.50 Uhr beim Betreten seines Wohnhauses in der Urbanstraße von mehreren Jugendlichen homophob beleidigt. Anschließend wird die Fensterscheibe seiner Wohnung mit einem Pflasterstein eingeworfen.
Polizei Berlin
Sa, 14.05.
Eine 49-jährige Frau wird gegen 10.00 Uhr in einer U-Bahn der Linie 8 vor dem U-Bahnhof Kottbusser Tor von einem Mann antisemitisch beleidigt. Der Unbekannte schüttet den Inhalt eines Kaffeebechers in ihre Richtung.
Aus einem Aufmarsch von ca. 120 Rechtsextremen am Mehringdamm wurden Passanten, Migranten, Gegendemonstranten und Polizei massiv von den Rechten gejagt und attakiert bzw. angegriffen.
Während dieser Demonstration von Neonazis vor dem Finanzamt Kreuzberg am Mehringdamm werden gegen 13.00 Uhr vier Gegendemonstranten von Neonazis angegriffen und getreten. Die Gegendemonstranten werden verletzt und erstatten Anzeige. Die Personalien der Neonazis werden nicht aufgenommen.
Während die extrem rechten Demoteilnehmer_Innen den Platz verlassen, wird ein unbekannter Gegendemonstrant von einem 22-jährigen Neonazi gegen 13.20 Uhr mit der Faust gegen den Kopf geschlagen.
Während einer Demonstration von Neonazis vor dem Finanzamt Kreuzberg werden Passant_innen auf dem U-Bahnhof Mehringdamm von Demonstrationsteilnehmern rassistisch beleidigt und geschlagen.
Register Friedrichshain / Reach Out Berlin
Fr, 13.05.11
Gegen 1.30 Uhr werden ein 25-jähriger und ein 26-jähriger Mann in einer Pizzeria in der Oranienstraße von einem unbekannten Gast homophob beleidigt. Vor der Pizzeria wird der 25-Jährige von dem Unbekannten ins Gesicht geschlagen und verletzt.
Polizei Berlin
Di, 10.05.
Nach eigenen Angaben hat Pro-Deutschland in Friedrichshain-Kreuzberg einen Kreisverband gegründet um bei der Abgeordnetenhauswahl antreten zu können. Als KandiadatInnen gewählt wurden 1.) Helmut Richter; Jahrgang 1934, Bauingenieur; 2.) Michael Specht, Jahrgang 1963, Immobilienmakler; 3.) Peter Blank, Jahrgang 1972, Industriemechaniker; 4.) Manfred Holländer, Jahrgang 1936, Dipl.-Ing.; 5.) Wolfgang Slobidnyk, Jahrgang 1946, Maurermeister; 6.) Harald Hofbauer, Jahrgang 1956, Schauspieler; 7.) Cornelius Berghout, Jahrgang 1961, Altenpfleger.
Antifa Friedrichshain
Fr, 06.05.
Von einer Passantin wurden eine Gruppe von ca. 7 Männern in einem Restaurant an der Ecke Ringcenter gegenüber dem Jeton wahrgenommen. Alle waren eindeutig dem rechten Spektrum zuzuordnen: Kurzhaarschnitt bis Glatze, sportliche kurze Oberbekleidung, einzelne mit Thor Steinar, Erik & Sons und anderen rechten Markenartikeln bekleidet.
Register Friedrichshain
A P R I L
letzte Aprilwoche:
Ein Teilnehmer einer vom Jobcenter finanzierten AGH-Maßnahme (1-€-Job) in der Marktstraße trägt ein eindeutig rechtes, gewaltverherrlichendes T-Shirt. Dies wurde wiederholt beobachtet.
Register Friedrichshain
Mi, 27.04.
17 Neonazis verteilen gegen 18 Uhr vor dem RingCenter1 bzw. am S-Bahnhof Frankfurter Allee Flugblätter der sog. "Ausländer-Raus-Kampagne". Zivilpolizisten nehmen Personalien auf und erteilen Platzverweise. Die Neonazis fuhren zum Treptower Park um weiter zu verteilen.
Antifa Friedrichshain
So, 17.04.
Um 18:10 findet eine unangemeldete Versammlung von 17 der rechten Szene zugehörigen Personen am Einkaufszentrum Rigaer Straße statt. sie lehnten ein ca. 50 cm hohes Holzkreuz an die Wand und verteilten Flugblätter. Die alarmierte Polizei stellte die Personalien fest, beschlagnahmte das Kreuz und die Flugblätter und beendete die Aktion mit Erteilung von Platzverweisen gegen 18:30. Ein Ermittlungsverfahren wegen Verstoßes gegen das Versammlungs- und Pressegesetz wurde eingeleitet.
Register Friedrichshain / Polizeiticker
Gegen 2.30 Uhr wollen zwei Männer Einlass bei einer „Frauenparty“ in einem Club in der Cuvrystraße erzwingen. Die 26- und 38-jährigen Männer beleidigen drei Frauen sexuell und eine 37-jährige Frau wird verletzt.
Reach Out Berlin
Fr, 15.04.
Im Ring Center belästigten Rechte die Besucher mit Informationsschnipseln ihrer rassistischen "Ausländer Raus Kampagne". Einiger Besucher versuchten die Schnipsel einzusammeln und informierten die Polizei.
NW-Eigenmeldung mit Fotos
Das Centermanagement wurde über den Vorfall informiert.
Do, 14.04.
Rechter Aufkleber auf Auto in der Liebigstraße entdeckt
Vor der Hausnummer 39 in der Liebigstraße parkte mehrmals bereits ein dunkelblauer Kombi (Nissan?) mit einer Art Aufkleber auf der Heckklappe wie sie u.a. z.B. im Versteckspiel beschrieben wird (Link).
"Adler / Christenfisch: Ein weiteres von der Artgemeinschaft beanspruchtes und an Popularität gewinnendes Symbol ist das des Adlers, der mit seinen Klauen den >christlichen Fisch< greift."
Das Symbol des Seeadlers welcher den ikonographierten Fisch, der ein Symbol der evangelisch-protestantischen (neutestamentarischen) Christen fängt und davonträgt ist als chauvinistische, religiöse Kampfansage gegen eine Religion und für das Recht des Stärkeren zu verstehen.
Es ist damit eindeutig gegen die grundgesetzlich garantierte Religionsfreiheit gerichtet und als latent rechts zu werten.
Register Friedrichshain
Mo, 04.04.
Die rassistische Bewegung "Pro Deutschland" stellt einen Antrag auf Raumnutzung des BVV-Saals des Bezirksamtes Friedrichshain-Kreuzberg zur Gründungsveranstaltung für fast alle Tage im Zeitraum 16.05.-16.09.11. Das Bezirksamt wird die Raumvergabe ablehnen.
Register Friedrichshain/ Bezirksamt Friedrichshain
M Ä R Z
Fr, 25.03.
In den letzten Tagen wurden wiederholt rassistische Postkarten und Flyer von der "Pro-Bewegung" in Briefkästen rund um den Platz der Vereinten Nationen, im Samariterkiez und in der Boxhagener Straße verteilt.
Register Friedrichshain
Mi, 23.03.
Ein Kind wird nachmittags auf einem Spielplatz in der Sebastianstraße von einer älteren Frau rassistisch beleidigt und am Ohr gezogen. Die Mutter erstattet Anzeige.
ReachOut Berlin
Di, 15.03.
Nach eigenen Angaben findet um 19 Uhr am unbekannten Ort in Friedrichshain die 4. Sitzung des Kreisverbandes der rechtspopulistischen Partei "Die Freiheit" in Friedrichshain-Kreuzberg statt. Themen: Bezirkskoordination, Kandidaturen und Termine für die Wahl zum Abgeordnetenhaus und zur BVV, Identifikation geeigneter Orte für Straßenstände in FH-KB
Antifa Friedrichshain
Di, 13.03.
Werbung von Pro Deutschland in teilöffentlicher Einrichtung
Die sog. Bürgerbewegung "Pro Deutschland" hat mit einer Postkartenauslage im Empfangsbereich Altenheim Liebigstraße versucht, Eigenwerbung für eine stark rassistische Petition an den Deutschen Bundestag zu machen. Die Postkarten wurden entfernt. Dokumentierte Bilder: http://img18.imageshack.us/img18/4182/prodpostkarte.jpg
Register Friedrichshain
Do, 10.03.
Nachmittags Gabriel-Max/Kopernikusstr. vor dem Il Ritrivo: Zwei Neonazis (einer blackblock-hardcore style, mit Nautikstern auf dem Hals und Unterlippenpiercing | anderer typischer Thor Steinar Träger) pöbeln einen Mann unvermittelt als "Zecke" an und verfolgen ihn. Er kann sich in ein Cafe flüchten.
Antifa Friedrichshain
Di, 08.03.
Gegen 19.45 Uhr in der U5 von Alexanderplatz Richtung Hönow befanden sich 6-8 männliche angetrunkene Nazipunks in Begleitung von zwei Hunden. Sie belästigten erst Demonstrationsteilnehmerinnen der Frauentagsdemonstration mit aggressiven nazistischen Pöbeleien und wandten sich dann mit homophoben Pöbeleien einem scheinbar schwulen Mitreisenden zu. Auf die Pöbeleien folgten Drohungen gegen den Mitreisenden. Kein Fahrgast reagierte darauf. Kurz vor dem Bahnhof Samariterstraße griff einer aus der Gruppe den Mann körperlich an. Ein Fahrgast reagiert und forderte, sie sollen aufhören. Opfer, Zeugin und Nazipunks verließen Samariterstraße die U-Bahn. Die Nazipunks ließen sich darauf vor dem Netto in der Frankfurter Allee nieder.
Dieselbe Gruppe wird von einer Zeugin mehrfach tagsüber vor dem Ringcenter gesehen, z. B. am 10.03.11 gegen 15 Uhr.
Register Friedrichshain
Do, 03.03.
Eine 30-jährige französische Studentin und ein 23-jähriger Student aus Kamerun werden auf dem Ostbahnhof von einem 27-jährigen Mann rassistisch beleidigt und angegriffen.
Reach Out Berlin
F E B R UA R
Sa, 26.02.
Scheinbar rechte jugendliche Fußballfans pöbelten um 0:50 Uhr auf dem S-Bf Köpeick mehrere wartenden Passanten an und versuchten sie zu provozieren. Sie jagten einige Passanten auch über den Bahnsteig. Als Polizisten eintrafen, ließen sie von den Passanten ab.
Sie fuhren mit der S-Bahn Richtung Innenstadt und auf dem Bf. Ostkreuz wurden wiederholt gegen 1:15 Uhr von denselben Jugendlichen Passanten angepöbelt und provoziert.
Inhaltlich richtete sich die Provokation und Pöbelei gegen den politischen Gegner. Angepöbelt und provoziert wurden jedoch alle Passanten, auch diese, die nicht dem politischen Gegner zuzuordnen sind.
Register Friedrichshain
Fr, 25.02.
Abends versuchten drei Neonazis (ein Typ klein, Wuschelhaare, Wollmütze | Ein Typ groß & kräftig, Wollmütze, ein Tunnelohrring im rechten Ohr | Ein Typ, braune, schulterlange Haare, Wollmütze, alle schwarz gekleidet ohne Buttons oder ähnliches) eine Gruppe Linker auf dem Bahnhof Ostkreuz anzugreifen (Zitat"Ey - wir sind Autonome Nationalisten, wir gehen nicht einfach so an Punks vorbei"). Der Versuch scheiterte. Sie sind nach Lichtenberg gefahren.
Antifa Friedrichshain
Mi, 23.02.
Gegen 7 Uhr werden rund um den Traveplatz mehrere Plakate vom sog. „Berliner Gedenkkomitee Horst Wessel“ entdeckt.
Register Friedrichshain
So, 20.02.
Ein Mann, der bei einem Fastfood-Restaurant am Frankfurter Tor arbeitet, wird gegen 2.30 Uhr von einem Gast rassistisch beleidigt. Der 50-jährige Täter versucht den 35-jährigen Mann zu schlagen.
Reach Out Berlin
Fr, 18.02.
Ein 18-Jähriger wird gegen 14.35 Uhr in der U-Bahn Hallesches Tor von einer Gruppe von ca. fünf unbekannten Jugendlichen homophob beleidigt, bedroht und auf den Kopf geschlagen.
Polizei Berlin
Mitte Februar
Die sog. „Bürgerbewegung Pro Deutschland“ verteilt Flugblätter mit rassistischem Inhalt in Hausbriefkästen in der Lausitzer Straße. Einige Anwohner_Innen sind empört.
Register Friedrichshain
Mi, 16.02.
In der Marchlewskistraße, Höhe Comeniusplatz/ Polizeirevier wurden zwei Aufkleber mit der Aufschrift „Rudower Spinne bleibt schwarz weiß rot“ gesichtet und entfernt.
Register Friedrichshain
So, 13.02.
Ein 45-jähriger Transsexueller wird gegen 1.30 Uhr in der Urbanstraße von fünf unbekannten Männern homophob beleidigt, geschlagen, getreten und verletzt. Ihm wird die Brieftasche und das Handy geraubt.
ReachOut Berlin
Sa, 12.02.
Ein 54-jähriger Mann wird gegen 20.30 Uhr in der Urbanstraße von einem unbekannten Mann homophob beleidigt, bespuckt und ins Gesicht geschlagen.
Polizei Berlin
Fr, 04.02.
Mitglieder der sogenannten „Freien Kräfte“ der NW-Berlin haben die ersten von 500000 Nazi verherrlichenden „Schnipfseln“ auf Bahnhöfen und in Einkaufszentren „unter die Menschen“ gebracht, u. a. auch in Friedrichshain (Eigenmeldung auf der Website der Freien Kräfte).
18.30 Uhr: Hunderte "Dresden unvergessen"-Schnipsel wurden im Ringcenter geworfen.
Register Friedrichshain
Mi, 02.02.
Gegen 13 Uhr sind drei Polizei-Einsatzwagen aus Dresden und einer aus Berlin in der Kreutzigerstraße, um zwei zum Wärmen aufgestellte Feuertonnen zu löschen. Die Dresdener Polizisten amüsieren sich laut abfällig über einen Menschen mit Handicap, die Berliner schauen zu. Die Polizisten verweigern die Herausgabe ihrer Dienstnummern und nehmen keine Anzeige auf, mit der Begründung, daß sie im Einsatz sind. Die Fahrzeugnummern wurden notiert. Ob eine Anzeige Aussicht auf Erfolg hat, wird mit einem Anwalt in der Folgezeit besprochen.
Register Friedrichshain
J A N U A R
So, 16.01.
Drei Männer werden gegen 2.30 Uhr vor einem „Homosexuellen-Szene-Lokal“ in der Ritterstraße von drei unbekannten Männern homophob beleidigt. Einer der Täter versucht den drei Männern mit der flachen Hand ins Gesicht zu schlagen. Einer der Männer kann dem Schlag ausweichen.
ReachOut Berlin
Sa, 15.01.
Zur Vereinigungsfeier von NPD und DVU in der Aula des Max-Taut-Oberstufenzentrums Lichtenberg reisen Berliner Nazis gegen 19:30 über Ostbahnhof an. Der Bahnhof und sein Umfeld sind bereits gegen diese Uhrzeit voll von Neonazis. Reisende und Angestellte empfinden die Situation durch das Auftreten der Nazis mehrfach als bedrohlich.
http://de.indymedia.org/2011/01/297928.shtml
http://de.indymedia.org/2011/01/297875.shtml
Di, 11.01.
Gegen 0.50 Uhr wird ein 29-jähriger Mann durch einen Faustschlag ins Gesicht verletzt. Der 29-Jährige ist Gast in der Kneipe „Freibeuter“ in der Gabelsbergerstraße und wird Zeuge wie ein 24-jähriger Mann vor dem Lokal den „Hitlergruß“ zeigt. Er stellt ihn deshalb zur Rede.
Antifa Friedrichshain
Sa, 08.01.
Drei Frauen werden gegen 5.00 Uhr auf der Warschauer Brücke von einer Männergruppe homophob beleidigt, bespuckt und geschlagen. Die 19-, 21- und 23-jährigen Frauen werden verletzt.
ReachOut Berlin
Eine als Lesung angemeldete Veranstaltung eines bekannten Rechtspopulisten konnte in einem bekannten Café in der Karl-Marx-Allee verhindert werden. Der Raumgeber sagte die Veranstaltung nach dem wir ihn informierten ab.
Register Friedrichshain