Servicewüste für Rassisten

Der Stadtteil Friedrichshain führt seit 2006 die jährliche Berliner Statistik extrem rechter Gewalttaten an. Darüber hinaus stellen wir einen zunehmenden latenten Alltagsrassismus fest.

Um diese Entwicklung sichtbarer zu machen und geeignete Gegenstrategien zu entwickeln, rief die Initiative gegen Rechts Friedrichshain 2008, das in Deutschland bisher einmalige, Projekt „Servicewüste für Rassisten“ ins Leben.
Anlaß war ein schwerer Überfall auf eine soziale Einrichtung in der Samariterstraße. An einer ersten Aktion beteiligten sich alle Gewerbetreibenden im Gebiet der betroffenen Straße und hängten aussagefähige Flyer in ihre Schaufenster.

2009 erfolgte eine Zusammenarbeit mit dem Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg / Stadtrat für Wirtschaft, um Gewerbetreibende für die Situation zu sensibilisieren. Wir haben eine Informationsbroschüre entwickelt, der bereits ein erster Fragebogen und ein Aufkleber beilagen.

Wir alle tragen Verantwortung dafür, daß der Kiez für alle Menschen, Einwohner/innen, Zugezogene, Tourist/innen, etc., lebens- und liebenswert bleibt. Die Dunkelziffer der rassistischen und diskriminierenden Vorfälle ist groß, darauf weisen Expert/innen aus Opferberatungsstellen immer wieder deutlich hin.

Das Projekt wurde im Oktober 2010 durch das Register evaluiert.
Wir möchten Licht ins Dunkel bringen und befragten flächendeckend 650 Gewerbetreibende/ Unternehmungen über ihre Erfahrungen und ihr Wissen zum Themenkomplex Rassismus und Diskriminierung.

Hier finden Sie die gekürzte Auswertung als PDF-Dokument.